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Künstlerhaus 2016

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UEBER: ICH


Künstlerhaus, Obergeschoß

16. Oktober bis 15. November 2015


Wer ich ist, wer fremd ist, und die Kunst?

Eine Ausstellung über Identität und die Suche nach zeitgemäßen Produktionsformen


Der zweite Teil von „Brennende Fragen“ besteht aus mehreren von KünstlerInnen initiierten und großteils auch selbst kuratierten Projekten, die unter dem Titel „Über: Ich“ zusammengefasst sind. Die Beiträge thematisieren auf unterschiedliche Weise die eigene künstlerische Identität sowie das Verhältnis des Ichs zum Anderen und bereichern den vorherrschenden Kunst- und Ausstellungsbetrieb durch neue Strategien.




Als Fremde verwechselt

Der von Eugenia Gortchakova kuratierte Beitrag stellt „Identität“ als Beziehungsbegriff („relational identity“) in den Raum. Er versammelt Werke von neun KünstlerInnen, die verschiedene Strategien, Methoden oder Aktionen gefunden haben, die Beziehung des Ichs zu dem Anderen zu visualisieren und zu reflektieren. Wenn das „Ich“ den Anderen als für „seine“ Existenz notwendig anerkennt, „wird der Hass verschwinden“ (Julia Kristeva).

KünstlerInnen: Kyungwoo Chun, Kerstin Drobek, Nezaket Ekici,
Eugenia Gortchakova, Annette Gödde, Marikke Hein-Hook, Katia Liebmann,
Thomas Nölle, Sandy Volz




Peter Braunsteiner - Über Ich

144 Zeichnungen mit Tusche und Kugelschreiber auf PVC-Zeichenfolie im Format A4. Das Projekt besteht aus drei übergreifenden Themenfeldern: 1. Erste Lebensjahre = Ohne eigene Erinnerung, 2. Die ersten Tage der Menschheit und 3. Der Körper und sein Verhältnis zur Geistseele = Das Eigene/Kollektive

Das Projekt ist ein Versuch herauszufinden, woher die Ausrichtung auf bestimmte Themen des späteren künstlerischen Schaffens kommt. Und ein Versuch, mit den Mitteln der Zeichnung – der einfachsten bildnerischen Mitteilungsform – die Quellen des unbewussten Flusses aufzuspüren, der mit seinen Ausläufern, Nebenarmen und gelegentlichen Sturzbächen Träume, Phantasien, Ideen und letztlich die persönliche Realität und Weltsicht ausmacht.




Thomas Kröswang - Stand der Dinge

Thomas Kröswangs Tuschearbeiten sind ein grafisches Tagebuch aus unterlegten und überzeichneten Texten, die eigene und fremde Erfahrungen des täglichen Lebens als Kommentare zur Welt zum Teil eines künstlerischen Programms machen.
„Stand der Dinge“, ein Abbild des hier und jetzt, lässt viele Fragen offen und zwingt uns zur Revision unserer An- und Einsichten:
Nach welchen Kriterien bewerten wir den Zustand unserer Gesellschaft, die Grundlagen unseres sozialen Lebens? Wie organisieren wir unsere Bedürfnisse? Wo zeigen sich unsere Normen und Werte? Wann lassen wir uns davon leiten, und wann nicht? Fragen, die unsere inneren Instanzen, unsere Erfahrungen, unser Gewissen, d.h. unser Über-Ich ansprechen und uns zu entsprechenden Lösungen drängen.




Erwin Stefanie Posarnig - Einschmiegen III

Berlin, Maribor, Belgrad, Wien, Graz

Einschmiegen bedeutet sich anpassen, einpassen, assimilieren, enge Verbindungen eingehen und vieles mehr. Dieser Begriff wird seit drei Jahren im Rahmen der Trilogie „Einschmiegen“ untersucht. In diesem Reisekunstprojekt reiben sich 30 Künstlerinnen, mit ihren Werken, an der Holzseekiste. Das Labor des Begriffes „einschmiegen“. Die unterschiedlichen Ergebnisse werden in Ausstellungen sichtbar. Ein multifunktionaler Trailer ist das Transportmittel und Teil der Reiseskulptur.

KünstlerInnen: ONA B, Wolfgang Becksteiner, Brad Downey, Christian Eisenberger, Karin Frank, Max Frey, G.R.A.M., Sabina Hörtner, Herrmann Glettler, Karl Karner, Richard Klammer, Ronald Kodritsch, Ina Loitzl, Claudia Nebel, Michael Petrowitsch, Michael Pinter / Luzyna Viale, Porut Popenko, Erwin Stefanie Posarnig, Nicole Pruckermayer, Arnold Reinisch, Werner Reiterer, Judith Rohrmoser, Christian Ruschitzka, Evamaria Schaller, Janis Schwob, Rene Stessl, Petra Varl, Markus Wilfling, Josef Wurm, Zweintopf

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Ebenfalls im Rahmen von "Brennende Fragen. UEBER: ICH":

Christopher Gunson - The Burning Question - Who am I? Where do I belong?

Künstlerhaus, Galerie

23.10.2015 – 08.11.2015

In einem die Öffentlichkeit einbeziehenden Workshop setzten sich der britische Fotograf Christopher Gunson und SchülerInnen der dem Künstlerhaus benachbarten Vienna Business School mit Themen wie Identitätsfindung, Rollenbild und dem beruflichen und sozialen Alltag von Menschen mit transnationalem Hintergrund auseinander.

Die entstandenen Film- und Fotodokumente – sowie jene eines Community Art-Projektes in South Kensington, London – wurden in dieser Ausstellung zur Diskussion gestellt.


A vox-pop workshop with the British photographer Christopher Gunson and students of the nearby Vienna Business School addressed issues such as identity, roll models and the professional and social life of people of transnational background in Vienna.

The documentary films and photos – as well as those of a community art project from South Kensington, London – were presented in this exhibition.


Mit / With Christopher Gunson, Johannes Schlabitz, Marlene Schwarz, Sophie Sögner, Nina Thalhammer, Agatha Wrónska, Aleksandra Wolos-Wolosiuk


Koordination VBS / Coordination VBS: Dorothea Knersch, Theresa Fuchs

Kuratorin / Curator: Maria Christine Holter

Assistenz / Assistant: Vincent Freitag


Kooperationspartner:

Vienna Business School Akademiestraße

Freitag WeidenArt

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„Radikale Eingriffe - Kunst mischt sich ein“, Eröffnungsrede von Roman Grabner, 2015
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